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HORNROH

"Findling" nennt hornroh modern alphornquartet seine neueste CD. Und so unverrückbar wie erratische Steinbrocken, die vor Menschengedenken durch Gletscherwanderung ihren Platz fanden, stellen die vier Musiker ihre nackten, seltsam auf sich geworfenen verletzlichen Klänge unseren Ohren entgegen, die allzulange schon auf die temperierte Stimmung abonniert sind. Eine Symbiose aus elementarer Kraft und Menschentun, die Erkundung ungewohnter Ausdruckswelten innerhalb des vermeintlich vertrauten Alpen-Kosmos des Alphorns.

Zelebriert wird von hornroh die hohe Kunst des Naturblasens auf Instrumenten, die wie aus einer fernen Welt herübertönen: neben dem Alphorn auch das eigens entwickelte Alpofon, der Büchel, horizontal gehalten und gespielt wie eine Barocktrompete, Kuhhorn, Lure, Mirliton. Die vier Musizierenden finden hier in einer betörend sinnlichen und experimentierfreudigen Klangwelt zusammen: zart und rein, vertraut und schräg, erfüllt von einer tiefen Poesie und Besinnlichkeit.
(Aus: BR Klassik, Susanne Schmerda Dez.2009)

"Hautmusik" lautet die dazugehörende live-Performance. Mittels Komposition, Improvisation und Bewegung im Raum entlockt hornroh dem Schweizer Kultinstrument energiegeladene Archaik, harmonische Vielfalt und filigrane Klangmalerei. Die vier lassen die Instrumente heulen, die Luft erzittern und geben auch dem Raum eine Stimme. Dabei entsteht Musik, die erst über die Haut streicht und dann unter die Haut geht.

Neben Stücken aus dem Programm HAUTMUSIK, das speziell für Bühnen und aussergewöhnliche Klangräume geschaffen wurde, präsentiert hornroh auch Werke von Mischa Käser (CH) und Georg Haider (D).

DRadio Wissen

Volles Rohr - zum Beitrag

new CD out now!

'FINDLING'